8.12.2012

Warum es ganz bestimmt überall Leben im All hat!

Eine Behauptung von Pierluigi Peruzzi

Mit der Erforschung des Saturn-Mondes Titan wurde sachlich bewiesen, dass auch auf anderen Planeten Leben entstehen kann. Auf Titan befinden sich riesige Methanmeere und finden sich Spuren von mindestens einem Dutzend organischer Verbindungen, unter anderem Methan, Ethan, Propan, Ethin und Cyanwasserstoff. Auf Titan hat es kein Sauerstoff. Das ist auch nicht möglich, da bei starken Minustemperaturen keine Pflanzen mehr vorhanden sind, die Sauerstoff produzieren können. Sauerstoff bindet sich schnell, wenn kein neues produziert wird. Dieser Planet (oder Mond) ist durch die Jahrmillionen erkaltet. Neue Pflanzen können bei solchen Minustemperaturen jetzt nicht mehr entstehen.



Zur Sache. Damit biologisches Leben (ein Kambrium in unserem Sinne) auf irgend einem Planeten entstehen kann, braucht es bestimmte Voraussetzungen. Die Kambriumlänge beträgt ca. 550 - 600 Millionen Jahren. Die Voraussetzungen für die Entstehung des Kambriums sind meiner Ansicht nach:

  • die richtige Temperatur
  • die richtige Dauer dieser Temperatur
  • eine bestimmte Gravitation
  • die Drehung (Rotation) des Planeten in der richtigen Geschwindigkeit
  • vielleicht eine bestimmte Lichtmenge (vielleicht auch nicht)
  • vielleicht eine Atmosphäre (vielleicht auch nicht)
  • vielleicht muss sehr viel Wasser vorhanden sein (vielleicht auch nicht).

Die richtige Temperatur

Als richtige Temperatur, damit Leben auf der Basis von Kohlenwasserstoffen entstehen kann, betrachte ich persönlich eine Durchschnittstemperatur von 15 - 35 ° Celsius. Vielleicht auch weniger oder ein bisschen mehr. Bei noch höheren Temperaturen könnte eventuell eine andere Art von biologischen Verbindungen entstehen. Bei tieferen Temperaturen eher weniger, aber wissen tun wir es nicht.

Die richtige Dauer dieser Temperatur

Die richtige Dauer dieser Temperatur muss höchstenfalls eine Kambriumlänge von 550 Millionen Jahren sein. Das Leben selbst, also einfache Einzeller und Mikroorganismen, können schon nach ein paar Millionen Jahren entstehen.

Eine bestimmte Gravitation

Die Gravitation betrachte ich für die Lebensentstehung nicht als massgebend. Titan (Mond von Saturn) hat ja riesige Methanmeere, die eindeutig auf vorheriges Leben entstanden sein müssen, denn Methan ist ein Abfallprodukt von biologische Lebewesen. Es hat auch nur 0.15 g (1.4 m/s2) an Gravitation. Die Erde hat ja 1 g (9.8 m/s2) an Gravitation.
Meiner Ansicht nach muss einfach soviel Gravitation vorhanden sein, dass alles auf dem Boden bleiben kann. Also würden 0,1 g (1 m/s2) bis 1 ,2 g (12 m/s2) vollkommen reichen. Und eine solche Gravitation hat es auf fast allen mittleren Planeten die einen Durchmesser zwischen 3'000 und 15'000 km aufweisen.

Die Drehung (Rotation) des Planeten in der richtigen Geschwindigkeit

Die Rotation eines Planet ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, wenn das Leben auf der Oberfläche oder Meere entstehen muss. Die irrsinnige Rotation von Saturn oder Jupiter lässt automatisch Stürme entstehen, die alles dahinraffen werden. Auch die daraus entstehenden elektrischen Entladungen (Blitze) dürften für eine bestimmte Lebensqualität nicht gut sein.

Andererseits muss der Planet rotieren können, damit es von allen Seiten durch sein Gestirn gleichmässig erwärmt wird. Merkur und unser Mond, zum Beispiel, rotieren nicht. Demzufolge glüht es auf Merkur der sonnen zugewandte Seite bis zu 600° C und auf der sonnen abgewandte Seite hat es Minustemperaturen. Das ist für die Lebensentstehung bestimmt nicht ideal.

Vielleicht eine bestimmte Lichtmenge (vielleicht auch nicht)

Für die Photosynthese brauchen unsere Pflanzen eine bestimmte Lichtmenge. Aber in den dunklen Meerestiefen von 4'000 m findet man sehr viele Lebensformen. Also ist Licht nicht unbedingt massgebend.

Die Atmosphäre eines Planeten

Vielleicht braucht es für das Kambrium auf einen anderen Planeten auch eine Atmosphäre. Trotzdem könnte sich in warmen Gewässern, unter der Erde, irgendwelche Lebensformen nach den darwinischen Prinzipen entwickeln.

Das Wasser

Wasser sollte zwangsläufig auf allen Planeten bereits vorhanden sein, da H und O einfache Grundelementen darstellen.

Jedes Sternensystem muss Planeten haben, denn alle Sternensysteme sind nach dem Urknall in der gleichen Art und Weise entstanden. Zu behaupten, nicht jeder Stern habe Planeten, fehlt jegliche sachliche und astrophysikalische Grundlage. Das kann man gar nicht begründen. Vielleicht gibt es irgendwo eine Ausnahme, mehr nicht.

Natürlich wird die Anzahl der Planeten variieren, aber, wenn man unsere Komposition Venus/Erde/Mars betrachtet, dann hat bestimmt jeder 2. Stern einen lebensfähigen Planeten. Und zudem, dürfte mit dem Erkalten aller Sterne, die in den letzten Jahrmilliarden stattgefunden hat, bei jedem Stern irgend einmal ein lebensfähigen Planeten vorhanden gewesen sein. Wenn wir jetzt dazu Darwin und den Kambrium einfliessen lassen, dann gibt es im Weltall eine Unmenge an verschiedenen Lebensformen.

Dass es kein Leben auf anderen Planeten geben soll, ist eher der tiefe psychische Wunsch des Menschen nach mehr Wert zu sein und im Zentrum des Geschehen stehen zu wollen.

Zudem hat unser kleines Sonnensystem 2 lebensfähige Himmelskörper hervorgebracht. Titan (früher) und Erde (heute) und sehr wahrscheinlich Venus (später). Warum sollten sich um Gottes Wille im Laufe der Jahrmilliarden in allen anderen Sternensystemen keine lebensfähige Planeten entwickelt haben?! Ich glaube kaum, dass das sachlich begründbar ist. Das hat mehr mit inneren Ängsten zu tun, das wir Menschlein nichts besonderes in diesem Universum sein könnten ...